Am Donnerstag, 24. April 2025, hielt Apostel im Ruhestand Volker Kühnle einen Vortrag in der Kirche Reutlingen-Alexanderstraße zu obigem Thema.
Apostel Kühnle erläuterte die beiden Ereignisse und zeigte deren Auswirkungen auch für die heutige Zeit.
Auf das Konzil von Nizäa (325) geht unter anderem das christliche Glaubensbekenntnis über alle konfessionellen Unterschiede hinweg, das auch als "Herzstück, das Christen verbindet" bezeichnet wird. Dieses Konzil war wegweisend für die Entwicklung des christlichen Glaubens. Bis heute hat es große Bedeutung für Theologie und Kirche.
Das erste ökumenische Konzil berief der römische Kaiser Konstantin der Große ein. Er wollte damit eine Einheit in der christlichen Kirche bewirken. Das damals geschaffene Glaubensbekenntnis stellt bis heute die Grundlage für alle großen christlichen Konfessionen dar. Es zeigt bis heute deutlich, dass unterschiedliche theologische Fragen und Entscheidungen der Kirche in gemeinsamen Gesprächen und Beratungen gelöst werden können.
1525-2025 - 500 Jahre Täuferbewegung erinnert an die reformatorische Bewegung, in der viele Christen als mündige Menschen gemeinsam und sehr konsequent ein Leben führen wollten, das an biblischen Maßstäben ausgerichtet war. Der Begriff "Täufer" ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung im deutschen Sprachraum für radikal-reformatorische Gruppen. Die Ideale dieser Christen waren die Freiheit des Glaubens und die Gewaltlosigkeit. Sie haben dafür viel gewagt und auch sogar Verfolgung, erzwungene Migrationen und Diskriminierung in Kauf genommen.
Nach 500 Jahren - in 2025 - erinnern sich viele Kirchen auf die Täuferbewegung der frühen Neuzeit. Die erste täuferische Glaubenstaufe fand Ende Januar 1525 in Zürich statt. Hinter dem Namen "Täufer" verbarg sich im 16. Jahrhundert eine große Vielfalt. Neben der Schweizer Reformation und der Wittenberger, bildeten die "Täufer" die dritte reformatorische Strömung. So gehörten unter anderem die Mennoniten, die Hutterer, die Schweizer Brüder, die Melchioriten dazu. Auch heute bekennen sich noch weltweit über eine Million Menschen zu den verschiedenen Gruppen der "Täuferbewegung".