In diesem Jahr fand der Eninger Weltgebetstag zum ersten Mal in der neuapostolischen Kirche statt. Ein weiterer Höhepunkt im ökumenischen Miteinander. Die etwa 80 Teilnehmenden erlebten einen begeisternden Gottesdienst. Viele schöne Gespräche wurden im Anschluss bei der Verköstigung der nigerianischen Speisen noch geführt. Alle freuen sich schon auf das nächste Mal.
Am ökumenischen Weltgebetstag waren viele Frauen und Männer der Einladung in den Gemeindesaal der Neuapostolischen Kirche gefolgt.
Das Land-und Leute-Team gab einen spannenden Überblick über das bevölkerungsreichste Land Afrikas, in dem nur 3% über 65 Jahre alt sind, in dem über 250 Ethnien mit mehr als 500 Sprachen vereint leben, aufgeteilt in einen muslimisch geprägten Norden und einen christlichen Süden.
Sein Rohstoffreichtum ist nicht nur ein Segen: Umweltverschmutzung, Klimawandel und Korruption führen zu Hunger, Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt. Es gibt soziale, ethnische, religiöse Spannungen und bewaffnete Überfälle.
Die Christen sind derzeit nicht mehr in den wichtigen politischen Ämtern repräsentiert. Frauen in Nigeria werden in vielen Bereichen benachteiligt, haben jedoch viele Lasten zu tragen, nicht nur Trinkwasser und Brennholz, auch die Feldarbeit und die Kinderversorgung hängt an ihnen, in einigen Gegenden wird immer noch die Genitalverstümmelung praktiziert.
Die Christinnen aus Nigeria hatten eine hoffnungsvolle Botschaft ins Zentrum des WGT gestellt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken...Nehmt mein Joch auf euch...“ , Worte Jesu aus Matthäus 11, 28-30.
Pfarrerin Regina Weiss legte die Bibelverse aus, erklärte, dass das angebotene Joch dazu dient, die Last auf zwei Schultern zu verteilen und dass Christus die Hauptlast trage.
Die Lebensgeschichten dreier nigerianischer Frauen illustrierten die Botschaft:
Die Frauen brachten ihre Last ans Kreuz, das Licht einer Kerze symbolisierte Gottes Wirken. Gleich am Eingang der Kirche hatte ein Korb gestanden mit einer großen Auswahl an kleinen und großen, spitzen und runden Steinen. Frau Weiss lud dazu ein, die eigene Last, verkörpert durch einen Stein, auch an Jesu Kreuz zu bringen und sein Angebot anzunehmen, sich von ihm beim Tragen helfen zu lassen.
Die Lieder „Are you weiry, are you burdened...“ und „Keleya na o bu Eze“ passten wunderbar zu der Botschaft. Dank des Chores und der Instrumentalisten konnten alle die neuen Melodien mitsingen. Nigerianische Christen zeigen ihren Dank, indem sie tanzend ihr Opfer darbringen. Tatsächlich ging das Lied „Chineke“ in die Beine, so dass beschwingt und wippend die Kollekte von knapp 800€ für Hilfsprojekte der Partnerorganisationen des WGT in Nigeria und anderen Ländern zusammenkam.
Nach dem Gottesdienst waren alle eingeladen, in den Plakaten noch mehr über das Leben in Nigeria zu erfahren, von dem liebevoll angerichteten Buffet nigerianischer Köstlichkeiten zu probieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es war eine gelungene Premiere in der Neuapostolischen Kirche. Die Ökumene ist uns Eninger Christinnen und Christen wichtig und tut einfach gut.
(Bericht verfasst vom ökumenischen WGT-Team Eningen u.A.)