Am 29. Mai 2025, dem Feiertag Christi Himmelfahrt, fand in der Kirche Engstingen der alljährliche Bezirksgottesdienst für Senioren statt.
Bezirksältester Christian Probst verwendete zu diesem Gottesdienst das Bibelwort aus Apostelgeschichte 1, Verse 10 und 11: "Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“
Auf das Chorlied eingehend: „Meine Seele ist stille zu Gott…“ zeigte der Bezirksälteste, dass das Stille-Sein die Summe aller göttlichen Naherfahrungen und Ausdruck einer inneren Haltung sei, die sich über Jahre entwickelt hat. Er dankte allen Anwesenden für diese innere Haltung gegenüber Gott. Man spüre daher schon jetzt im Gottesdienst ein Stück „Himmel“.
Nach der Bibellesung aus Apostelgeschichte 1, Verse 4-12 trug der Chor das Lied mit dem Refrain vor: „Und wenn die Mächte auch um uns toben mit Gewalt, als Gottes auserwählte Herde sind wir getrost: Der Herr kommt bald!“ Dazu zeigte der Bezirksälteste, dass es nicht bei der Sorge um das „Tosen der Mächte“, um manches Erleben bleibe, sondern die feste Zusage vorhanden sei: Jesus bewahrt die auserwählte Herde! Damit sind nicht nur die neuapostolischen Christen gemeint, sondern die Menschen, die gelernt haben, Jesus zu lieben, ihm zu vertrauen und die sich von Gottes Geist inspirieren lassen. Dann stehe man oft im Erleben mancher Situation, die uns nicht gefällt, aber man erlebe trotzdem die starke Hand Gottes.
Der Bezirksälteste erwähnte ein Zitat zum Thema „Gottvertrauen“, auf das kürzlich ein Gemeindevorsteher hingewiesen hatte:
Vertrauen auf Gott bedeutet, sich von einer tiefen Überzeugung und Zuversicht leiten zu lassen, dass Gott uns führt, schützt und unterstützt, auch in Zeiten von Unsicherheit oder Schwierigkeiten. Es ist ein Glaube daran, dass Gottes Plan für uns wohlwollend ist, selbst wenn wir ihn nicht immer vollständig verstehen können.
Es kann bedeuten, sich in schwierigen Momenten an Gott zu wenden, Trost und Orientierung zu suchen und darauf zu vertrauen, dass er in allen Lebenslagen präsent ist. In der Praxis zeigt sich dieses Vertrauen oft in Gebeten, in der Bereitschaft, Gott zu folgen und seinen Willen zu akzeptieren, sowie in der inneren Ruhe, die aus der Gewissheit entspringt, dass Gott für uns sorgt.
Diese Definition vom Vertrauen zu Gott, so der Bezirksälteste zu den Anwesenden, beschreibt euer Wesen, wie ihr seid, wie ihr strahlt. Oft zeigt sich das Vertrauen in den vielen Gebeten! Gerade aus euren Reihen hört man es oft: „Ich bete für dich; ich bete für euch!“ Dafür dankte er den Anwesenden. Die Senioren stehen in einer Glaubensgröße und seien darin ein Vorbild. Sie leben den Glauben und können nicht nur das Glaubensbekenntnis aufsagen. „Euer Leben ist ein Glaubensbekenntnis!“, rief der Älteste allen zu.
An diesem Himmelfahrtstag gab der Älteste allen die vier Zusagen Jesu für die Zukunft mit.
Der Bezirksälteste stellte die Frage: „Was machen wir jetzt mit den Zusagen?“ - Wir nehmen die Zusagen ernst und an und bauen sie in den Lebensalltag ein.
Manchmal ist im Leben ein Blick zurück notwendig. Aber der Blick zurück darf nie im Zorn, Hader oder Zweifel geschehen. Deshalb gab der Bezirksälteste abschließend den Rat, den Blick immer, egal in welcher Lebenssituation, mit Zuversicht und im Vertrauen auf Gottes Nähe nach vorne zu richten.
Einen weiteren Wortbeitrag gab noch Priester Jürgen Juny, Gemeindevorsteher von Engstingen. Er führte aus, dass der Himmelfahrtstag damals für die Jünger der Tag war, wo sie die Verantwortung selbst übernehmen mussten, da Jesus nicht mehr da war; sie ihn nichts mehr fragen konnten. Auch wir müssen die Verantwortung selbst übernehmen und uns fragen: Was tue ich, wenn der Herr mir etwas zeigt. Lasst uns auch bei Veränderungen oder wenn einmal in der Gemeinde etwas anders gemacht wird, unserem Gott immer einen Vorschuss geben. Vertrauen wir ihm in jeglicher Situation. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, schenke deinem Nächsten Vertrauen, so die Ausführungen von Priester Juny.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den Seniorenchor der Bezirke Reutlingen/Nürtingen umrahmt. Dirigent Bezirksevangelist im Ruhestand Ulrich Fink.
Mit einem kleinen Imbiss wurde dieser Gottesdienst beendet.