Am Sonntag, 14. Juli 2024, fand der diesjährige Gottesdienst für Senioren im Bezirk Reutlingen in der Kirche in Engstingen statt. Bezirksvorsteher Christian Probst verwendete als Bibelwort Jesaja 41, 10: „Fürchte dich nicht, denn ich stehe dir bei; hab keine Angst (weiche nicht), denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand beschütze ich dich!“
Nach dem Liedvortrag der Sänger: „Betende Hände braucht unsere Zeit“ verwies der Bezirksvorsteher auf das im Lied vorgetragene Wort „bereit“. Es sei wichtig, so der Rat, allzeit bereit zum Beten zu sein, denn auch Gott sei für uns in jeder Lebenssituation als „Ansprechpartner“ da.
Zum Bibelwort und zum Thema „Gottvertrauen“ zeigte der Bezirksältester besonders die vier Schwerpunkte, die im Bibelwort enthalten sind:
„… fürchte dich nicht“. Er verwies auf die Furchtlosigkeit eines Abrahams. Dieser war bereit, in ein Land zu gehen, ohne den Weg dorthin zu wissen. Auch wir sollen immer in Bewegung bleiben. „Gott lenkt deine Schritte, verlasse dich darauf!“, so der Rat des Bezirksvorstehers. Der Herr ist stets bei uns. Bleiben wir deshalb ohne Furcht!
„…hab keine Angst (weiche nicht) …“ Hier zeigte er beispielhaft die Standhaftigkeit eines Mose gegenüber Pharao. Auch Mose hatte Fehler gemacht. Aber Gott hat ihn deshalb nicht verworfen, er stand trotzdem hinter Mose. Denken wir nicht an unsere eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten, sondern seien wir uns stets bewusst: Gott ist stark; sein Beistand ist immer da.
Die Senioren zeigen ihre Standhaftigkeit auch im Gebet, so der Älteste. Sie wissen um die Wirkung der Gebete und diese Gebete bewegen auch immer viel für die Amtsträger. Der Bezirksvorsteher dankte daher allen für jedes Gebet.
„… ich mache dich stark, ich helfe dir…“ Wie erging es den Aposteln nach Pfingsten? Die Apostel waren durch den Heiligen Geist stark geworden und konnten mit Überzeugung auftreten. Sie hatten keinen Zweifel mehr. „… fürchtet euch nicht, was ihr reden sollt, denn mein Geist wird es euch lehren…“ „Auch ihr braucht euch nicht zu fürchten, denn ihr habt„– so der Bezirksältester – ein kompromissloses Vertrauen zu Gott. Das kennzeichnet euch im besonderen Maße aus.
„… ich beschütze dich …“ Wir haben ein klares Bekenntnis zu Gott, denn der lebendige Gott führt zum Leben. Die Senioren zeichnet ein kompromissloser Glaube aus.
Bezirksältester Probst dankte am Ende seiner Ausführungen den Anwesenden für ihr Vorbild, für die Furchtlosigkeit, für den Glauben, die Liebe, die Gebete und den steten kompromisslosen Glauben.
Zu weiteren Wortverkündigungen wurden der Gemeindevorsteher der Gemeinde Pfullingen – Evangelist Frank Siller – und der Gemeindevorsteher der Gemeinde Engstingen – Priester Jürgen Juny – gebeten. Die Anwesenden, so Evangelist Siller, seien eine „starke Truppe“, deren Stärke die Opferbereitschaft, die Einstellung zum Werk Gottes, die Beständigkeit im Besuch der Gottesdienste usw. ist.
Priester Juny zeigte, dass wir alle eine Hilfe dem Nächsten gegenüber sein können im Glauben, im Trost, in der Freude. Manchmal reiche dazu ein kleines Wort. Wir alle wollen Gott erleben, so der Priester. Wir müssen aber auch immer etwas dafür tun, um Gott erleben zu können.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahles verwies der Bezirksvorsteher noch auf das Bild von Mose, wie er vor Wut die Gesetzestafeln zertrümmert (Foto zu Beginn). Es gibt auch für uns oft Momente, so der Älteste, wo man vielleicht in Wut gerät über Unrecht, was es zu erleiden gilt. Man ärgert sich und gerät in Wut. Am liebsten würde man alles zertrümmern wie Mose damals. Aber Mose ging wieder zurück zu Gott und wurde dann für das Volk ein großer Segen. „Lasst uns“, so der Älteste abschließend, „von einer Unvollkommenheit nicht aufhalten, sondern immer wieder zum Herrn zurückkommen. ER sieht das Herz an. ER segnet uns jeden Tag aufs Neue.
Der Gottesdienst wurde vom Seniorenchor der Bezirke Reutlingen und Nürtingen umrahmt. Dirigent war Bezirksevangelist im Ruhestand Ulrich Fink.