Ein Vortrag zu diesem interessanten Thema konnten rund 40 Interessierte aus dem Bezirk am Donnerstag, 19. Februar 2026 erleben
Herr Werner Günthner, für viele schon bekannt durch verschiedene Vorträge und Stadtführungen, war wieder der Referent. Dieses Mal ging es um ein Thema aus der Geschichte der Stadt Reutlingen. Herr Günthner gab Einblicke zu Friedrich List (1789 bis 1846):
"Im Leben verurteilt, nach seinem Tode geehrt und weltweit anerkannt" war das Fazit zur Geschichte von Friedrich List.
Präsent ist Friedrich List in Reutlingen überall: Friedrich-List-Gymnasium, List-Denkmal, einstens die Friedrich-List-Halle usw.
Auf sein Geburtshaus in der Innenstadt von Reutlingen wird noch mit einer Gedenktafel hingewiesen.
Aufgewachsen ist er in Reutlingen. Ausbildung zum Schreiber in Blaubeuren, Professor an der Staatswirtschaftlichen Fakultät in Tübingen, das waren seine ersten Lebensstationen.
Friedrich List beklagte die im Königreich Württemberg herrschenden Missstände, die überbordende Bürokratie und übte Kritik an der Obrigkeit. Zugleich forderte er Meinungsfreiheit sowie die Niederlegung der hinderlichen Zollschranken.
Das bekam ihm nicht gut: Er wurde vom König seines Reutlinger Landtagsmandats beraubt, wegen "Majestätsbeleidigung" vor Gericht gestellt, auf dem Hohenasperg eingesperrt und dann zur Auswanderung nach Amerika gezwungen.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte er sich mit großem Engagement für den Aufbau des Eisenbahnwesens in Deutschland ein.
Seine Widersacher sorgten mit Intrigen dafür, dass dem ehemaligen "württembergischen Staatsfeind" mit seinen Ideen und Initiativen wenig Erfolg beschieden war.
Verarmt, verzweifelt und schwermütig schied er aus dem Leben.
Erst nach seinem Tod erhielt er als Eisenbahnpionier, als Nationalökonom und als visionärer Geist nationale und internationale Anerkennung.
Im Anschluss gab es noch Möglichkeit für Unterhaltungen ...