Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre neuapostolische Gemeinde in Ohmenhausen“ öffnete die Kirche ihre Tür für alle Interessierten am Samstag, 14. September 2024.
Ab 14 Uhr lud ein Buffet mit Kaffee und Kuchen zur Stärkung und zu regem Austausch ein. Bildertafeln zeigten die Entwicklung der Gemeinde und ihrer Versammlungsräume.
In der Sakristei waren wertvolle Bibeln (Privatbesitz der Gemeindemitglieder) ausgestellt. Auch der neue Bibelwort-Automat fand großen Zuspruch und brachte die Besucherinnen und Besucher ins Gespräch miteinander. Auf einer Tafel waren die Namen der verstorbenen Glaubensgeschwister verzeichnet, eine Würdigung der Pioniere, insbesondere von Rosine Hack und ihren beiden Söhnen Emil Willy, der ersten neuapostolischen Christ*innen am Ort, die ihre „Stube“ für Gottesdienste zur Verfügung gestellt und so den Beginn der neuapostolischen Kirchengemeinde markiert hatten.
Um 17 Uhr kamen Zeitzeugen zu Wort und entführten die Anwesenden zurück in die oft beschwerlichen Lebens- und Glaubensumstände während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit.
Danach stimmte ein kleines Ensemble die Festgemeinde musikalisch auf den Gottesdienst um 18 Uhr ein. Aktuelle und ehemalige Gemeindemitglieder, Nachbarschaft und weitere interessierte aus Ohmenhausen und anderen Kirchengemeinden des Bezirks feierten diesen Gottesdienst gemeinsam. Besonderes Gepräge fand der Tag der offenen Tür durch Grußworte von Vertretern der weiteren örtlichen Kirchen: Martin Zindl von der katholischen Kirche, Siegfried Weber für die evangelischen Ohmenhäuser Christ*innen und Erzpriester Dimitrios Katsanos, Nachbar des Kirchengebäudes, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Reutlingen und Vorsitzender der ACK Baden-Württemberg sowie Mitglied der ACK Reutlingen und des Reutlinger Rats der Religionen.
Der Tag klang aus mit einem Stehimbiss, der noch einmal Raum gab für viele Gesprächen und Erinnerungen.