Im Gottesdienst am Sonntag, 13. September 2026, feierten unser Priester im Ruhestand Rainer Skauradszun und seine Frau Rosemarie das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Bezirksvorsteher, Bezirksältester Christian Probst, führte den Gottesdienst durch und verwendete als Grundlage das Bibelwort aus Apostelgeschichte 5, 42: „Und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.“
In seinen Ausführungen zeigte der Bezirksälteste, dass die ersten Apostel ihren Glauben nicht nur an einem einzigen Ort lebten, sondern mit „Tempel“ sei auch ein Ort der Begegnung mit Gleichgesinnten zu verstehen. Das ist ein Ort, wo man seinem Nächsten nahe ist. Unsere Aufgabe, so der Bezirksälteste, soll es sein, diesen Tempel überall zu verkörpern. Dabei gehören lehren und predigen zusammen. Unser Bemühen muss es sein, das Evangelium weiterzugeben. Das Evangelium stelle keine Geschichte dar, sondern sei Grundlage unseres Lebens.
In seiner Ansprache vor der Spendung des Segens zum Hochzeitsjubiläum verwies der Bezirksälteste darauf, dass das Bibelwort wunderbar auf das Leben des Jubelpaares passe. Sie haben immer und überall ihren Glauben gelebt und somit gepredigt. Bezugnehmend zum Liedvortrag des Chores: „Der Heiland sorgt für dich…“ erwähnte der Bezirksvorsteher, dass dies die Grundlage des gemeinsamen Lebens- und Glaubensweges beim Goldenen Hochzeitspaar gewesen sei: Immer einer war stark und hat dann dem anderen geholfen, wenn dieser in einer bestimmten Situation gerade etwas geschwächt war. Beide waren sich so immer der Nächste. Dies konnte sich so segensreich auswirken, weil sie stets im Partner die Gabe Gottes gesehen haben. Ihre Kinder haben sie in Liebe, aber auch in der Realität erzogen. Das zeige sich heute, indem beide Kinder in Bescheidenheit, Besonnenheit wirken und sich nie in den Mittelpunkt stellen.
„Ihr habt“, so der Bezirksälteste, „in eurem Leben immer in die gleiche Richtung gezogen.“ Das bewährte sich in vielen Situationen, denn sie konnten sich so immer hundertprozentig aufeinander verlassen. Jesus Christus stand bei beiden immer in der Mitte und nach ihm habe sich das Jubelpaar stets ausgerichtet.
Festlich musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Vorträgen des Klaviers mit Horn oder mit der E-Gitarre sowie durch Vorträge des Gemeindechors und des Jugendchors de Gemeinde. Den Abschluss bildete ein vierstimmiger Klaviervortrag. Danach hatten die Gottesdienstteilnehmer Zeit, noch einige Augenblicke mit dem Jubelpaar bei einem Kirchenkaffee zusammen zu sein.