Am Mittwoch, 6. Mai 2026, hielt der stellvertretende Bezirksvorsteher, Bezirksevangelist Claus-Peter Wagner, nach 45jähriger Tätigkeit als ehrenamtlicher Amtsträger, in der Gemeinde Reutlingen seinen letzten Gottesdienst.
Begleitet wurde er vom Bezirksvorsteher, Bezirksältester Christian Probst und dem zweiten stellvertretenden Bezirksvorsteher, Priester Jan Kittelberger sowie fast allen Gemeindevorstehern des Bezirks Reutlingen.
Als Predigtgrundlage dienten die Worte aus Lukas 22, 28.29: „Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch.“
Zu Beginn trug der Chor das Lied vor: „Meinen Frieden gebe ich euch…“ Der Bezirksevangelist führte dazu aus, dass viele Menschen sich heute für Frieden in besonderer Weise einsetzen, was sehr bewundernswert sei. Das Wichtigste aber sei, dass wir selbst Frieden nach innen und außen haben. Wie kann man Frieden halten? so lautete seine Frage: Indem wir von Jesus annehmen und alles, was er uns gibt.
Zum vorgelesenen Bibelwort wird die Liebe Christi zu den Seinen sichtbar. Jesus nahm es den Jüngern nicht übel, dass sie nach der Einsetzung des Abendmahls darüber stritten, wer von ihnen der Größte sei. Jesus erlebte im Beisein der Jünger manche Anfechtungen, die ihn von seinem Vater entfernen sollte. Als Beispiele nannte der Bezirksevangelist, dass die Einwohner Nazareths in ihm nur den Sohn des Zimmermanns gesehen haben. Das störte seine Jünger nicht; sie bleiben bei ihm. Seine
Seine Zuhörer haben ihn nicht verstanden. Jesus sprach vom Glauben und ewigen Leben, seine Zuhörer aber erwarteten Beweise und materielle Hilfe. Aber die Jünger blieben in allen Anfechtungen treu an seiner Seite.
Als Jesus die Jünger frug, was sie glauben, wer er sei, antworteten sie: „Wir haben geglaubt und erkannt, dass du Gottes Sohn bist.“
Was sagt ihr – Wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Gottes Sohn, Jesus.
Der Bezirksevangelist rief die Anwesenden auf, treu zu bleiben in jeglicher Lebenssituation. Dann können wir später in das Reich Gottes einziehen. Wie das Reich Gottes aussehen wird, wissen wir heute noch nicht. Aber wir seien – so seine Schlussworte – schon heute in unserer Gemeinde dafür verantwortlich.
Der Vorsteher der Gemeinde Reutlingen-Gönningen, Priester Jonathan Haß und Priester Alexander Pfäffle, Vorsteher der Gemeinden Gomaringen und Ohmenhausen wurden um weitere Wortbeiträge gebeten.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele Gottesdienstteilnehmer die Gelegenheit, sich bei Bezirksevangelist Wagner zu verabschieden. Danach fand noch ein kleiner Sektumtrunk statt.