Das war der Aufruf von Stammapostel Jean-Luc Schneider in seinem persönlichen Brief an die Konfirmandinnen und Konfirmanden weltweit des Jahres 2026. Dabei bezog er sich auf die Bibelstelle aus Matthäus 10,32, die auch Predigtgrundlage dieses Konfirmations-Gottesdienstes war: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“.
Am Sonntag, 12. April 2026, fand in der Kirche Reutlingen die Konfirmation für elf junge Christen der Gemeinden Reutlingen, Reutlingen-Gönningen, Reutlingen-Sickenhausen, Gomaringen und Sonnenbühl statt. Bezirksevangelist Claus-Peter Wagner führte den Gottesdienst in Reutlingen durch. Auch in den Kirchengemeinden Reutlingen-Rommelsbach, Pliezhausen und Pfullingen fanden an diesem Sonntag Konfirmations-Gottesdienste statt.
Nach dem Chorvortrag zu Beginn des Gottesdienstes „Herr, den ich tief im Herzen trage“ gab Bezirksevangelist Wagner den Konfirmandinnen und Konfirmanden den Rat, Gott immer im Gebet zu bitten: „Begleite du mich; sei du mit mir!“ Dies sei kein Zeichen des Unvermögens, sondern eine Gewissheit, ein Vertrauen in Gott, bei dem wir immer sicher sein können.
Die Konfirmanden, so Bezirksevangelist Wagner, hätten nun ein Jahr die „Theorie des Glaubens“ erlernt. Nun gelte es, dies in die Tat umzusetzen. Allerdings werde es auch in Zukunft so sein, dass man um etwas bete und man dann erfahren müsse, dass es vielleicht nicht so eintreffe, wie man es erbeten und gewünscht habe. Dann solle man Gott trotzdem vertrauen und ihm die Treue geloben: „ER soll immer mit mir gehen! ER soll mich immer begleiten!“
Bezugnehmend auf das Bibelwort, erläuterte er, dass „Bekennen“ auch das öffentliche Geloben bedeute, das Gesetz Christi zu achten. Dieses Gesetz besagt, was gut und was böse ist, was es zu tun gilt und was man unterlassen sollte. Ein wirklicher Christ sieht in jedem Menschen eine von Gott geliebte Seele.
Zum „Bekennen“ gehöre auch, seine Liebe zu Christus und das Konfirmationsgelübde tatkräftig umzusetzen. Zwar werden – so der Bezirksevangelist weiter in seinen Ausführungen - die jungen Christen auch einmal auf Unverständnis in ihrer Umgebung stoßen, wenn sie sich zum Dienen für Christus bekennen. Dann gab er den Rat, sich im Gebet zu Gott zu wenden. Er werde ihnen beistehen und sie beschützen.
Ebenfalls zum „Bekennen“ eines Christen gehöre, auch einmal auf das eigene Recht zu verzichten oder dem anderen in einer besonderen Situation zu vergeben. „Bekennen“ zu Jesus sehe man durch das Verhalten. Es kann sein – so der Bezirksevangelist -, „dass ihr anders seid, dass ihr Frieden ausstrahlt, wo andere in Aufregung geraten“. Im Verhalten anderen gegenüber kann der Nächste dein „Bekennen als Christ“ bemerken. Der Bezirksevangelist wünschte den Konfirmanden viel Freude im Christ-Sein.
Allen Anwesenden gab Bezirksevangelist Wagner den Hinweis, die jungen Christen in ihrem Glaubensleben weiter zu begleiten und ihnen zu zeigen, dass sie von allen ausnahmslos geliebt werden. Dann bekennen wir durch unser Handeln auch unsere eigene Liebe und Zuneigung zu Christus.
Abschließend gab Bezirksevangelist Wagner den Konfirmandinnen und Konfirmanden den Rat, einmal im Internet nach der „Goldenen Regel des Christentums“ zu suchen. „Wenn ihr diese Goldene Regel haltet, werdet ihr viel Freude erleben.“ (Anmerkung: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“ Matthäus 7,12).
Zur weiteren Wortverkündigung wurde noch der Jugendbeauftragte des Bezirks Reutlingen, Priester Christoph Haar, gebeten. Er führte aus, dass die Konfirmanden die Generation sei, die die Zukunft des Werkes Gottes, die Zukunft der Kirche Christi, darstelle. Alle haben unterschiedliche Gaben, die sie einbringen sollen.
Bevor die Konfirmanden das Konfirmationsgelübde ablegten, führte Bezirksevangelist Wagner noch aus, dass sich die Geschwister in den Gemeinden freuen würden, wenn die jungen Christen nun „frischen Wind“ in die Gemeinden hineintragen. „Oft“, so der Bezirksevangelist, „werdet ihr dann die ganze Bandbreite erfahren: Anerkennung oder auch einmal ein gewisses Abwarten auf Vorschläge oder sogar Ablehnung. Das möge aber niemanden hindern, sich aktiv in der Gemeinde einzubringen.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch Orgel, Flügel, gemischten Chor und Jugendchor.