Am Sonntag, 14. September 2025, feierte Apostel Jürgen Loy in der Kirche Reutlingen Alexanderstraße einen Gottesdienst mit den Gemeinden Reutlingen, Pliezhausen, Gomaringen, Ohmenhausen und Gönningen. Nach Kusterdingen wurde der Gottesdienst live übertragen.
Apostel Loy legte dem Gottesdienst als Bibelwort einen Vers aus Jesaja zugrunde: „Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht“ (Jesaja 28,16).
Im Gottesdienst empfingen 5 Kleinkinder und ein Erwachsener das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Ein Priester wurde für die Gemeinde Reutlingen bestätigt.
In seiner Predigt sprach der Apostel zunächst die Schulkinder und ihre Familien sowie die Lehrkräfte an und wünschte ihnen zum Schulbeginn am nächsten Tag viel Mut und Zuversicht für den neuen Lebensabschnitt. Er gab der Gemeinde einen Vers aus Psalm 91 mit auf den Weg: „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“ (Vers 11). Das ist nicht nur ein „netter Psalmspruch“, so der Apostel, sondern es ist „DEIN Engel, dein Segen. Du bist nicht allein auf deinem Schulweg, auf dem Pausenhof. Dieser Engel kann auch ein Mensch, dein Nächster sein.“ Er wünschte allen, dass sie ihren Engel auch in der kommenden Woche sehen können. „Ich bin wahrlich nicht allein, ich darf die Hilfe Gottes erleben.“
Das vorgelesene Jesaja-Wort entstammt einer Zeit der Unsicherheit und Bedrohung im Volk Israel. Der Prophet verkündet hier eine Verheißung, dass Gott selbst tätig wird: ER legt einen kostbaren, bewährten Eckstein. Dieser Eckstein wurde ausgelegt auf den kommenden Messias.
Auch wir leben in einer Zeit der Unsicherheit, beispielsweise durch Soziale Medien, Polarisierungen, Verunsicherungen, Herrscher wollen nicht unbedingt Frieden. „Was macht das mit uns? Du hast einen Eckstein, auf dem du sicher stehen kannst, auf dem dein Glaubensgebäude steht: Jesus Christus, der Sohn Gottes“. Er ist ein kostbarer Eckstein für die, die glauben, für die Nicht-Glaubenden oftmals ein Stein des Anstoßes. Denn das Gebot der Feindesliebe kann als Zumutung empfunden werden. Das Miteinander zu suchen ist ein kostbarer Eckstein: Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst, darauf ist unser Glaubensgebäude aufgebaut. Liebe ich mich selbst? Nehme ich mich selbst an so wie ich bin? Du darfst dich selbst lieben, damit du auch den anderen annehmen kannst so wie er ist. Der kostbare Eckstein ist die Gnade Gottes, auf der alles gründet. Gottes Liebe ist einfach da, darauf stehen und gründen wir. Gott ist der Gnädige, der Liebende, der Barmherzige.
Apostel Loy schloss mit einem bekannten Sprichwort: „Wer`s glaubt, wird selig. Ja: Wer heute schon glaubt, wird selig.“
Bezirksältester Christian Probst und Priester Pfäffle, Vorsteher der Gemeinden Gomaringen und Ohmenhausen, wurden zu weiteren Predigtbeiträgen gerufen.
Daran schlossen sich die beiden Sakramente der Heiligen Versiegelung und des Heiligen Abendmahls an, bevor der Chor als Schlusslied sang „Herr, unser Gott, wir danken dir“.