Musik verbindet. Auch 2025 standen den Teilnehmenden der Tübinger Orgelwoche (6.-12. September) einige Reutlinger Kirchentüren offen. Die räumliche Nähe der beiden Nachbarstädte Tübingen und Reutlingen, die unterschiedlichen Apostelbereichen zugeordnet sind, machte es möglich.
Freude am Musizieren und Sicherheit beim Orgelspiel gewinnen, andere Musikbegeisterte und neue Orgelliteratur kennenlernen: das waren die Beweggründe für die 16 Orgelspieler*innen aus der Gebietskirche Süddeutschland, die auch in diesem Jahr wieder in den Sommerferien eine Woche nach Tübingen kamen. Die Orgelwoche wird organisiert von der Akademie der neuapostolischen Kirche Süddeutschland.
In diesem Jahr führten die Dozenten Andreas Ostheimer, Markus Herr, Timo Reikowski und Daniel Seeger die Unterrichte durch und gaben den Teilnehmenden einen Feinschliff im liturgischen Orgelspiel in den neuapostolischen Gottesdiensten. Abwechslung in Klangfarbe und Improvisation bei der Begleitung des Gemeindegesangs sowie die Erarbeitung von Literatur gehörten ebenfalls zum Lehrinhalt.
Zum Unterricht in Kleingruppen mit den Dozenten und zum selbstständigen Üben der Orgelstücke und Liedsätze verteilten sich die Organisten und Organistinnen auf verschiedene Kirchenorgeln in den Bezirken Tübingen und Reutlingen (Ammerbuch-Pfäffingen, Gomaringen, Ofterdingen, Pliezhausen, RT-Ohmenhausen, RT Alexanderstraße, RT-Rommelsbach und Wannweil).
Das Erlernte präsentierten sie in einem Werkstattkonzert zum Abschluss der Orgelwoche am Donnerstag, 11. September an der großen Orgel in Tübingen, bevor es dann am letzten Tag auf eine Orgelrundfahrt ging. Dass die Harmonie zwischen den Dozenten auch stimmte, bewiesen Timo und Daniel spontan mit einer vierhändigen und vierfüßigen Improvisation zu „Von Gott will ich nicht lassen“.