Am Dienstag, 17. Juni 2025, besuchten 30 Senioren das Heidengrabenzentrum in Erkenbrechtsweiler und erlebten dort eine sehr spannende Führung.
Am Rande der nördlichen Schwäbischen Alb bei den Gemeinden Hülben, Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten wurde dieses Zentrum am 7. Juni 2024 eröffnet. Es ist ein Informationszentrum auf rund 350 Quadratmetern, in dem die spätkeltische Geschichte interaktiv und multimedial vermittelt wird. Architektonisch ist das Zentrum an ein Hügelgrab angelehnt. Zum Erlebnisfeld „Heidengraben" gehören neben dem Heidengrabenzentrum ein Keltenerlebnispfad und ein 18 Meter hoher Aussichtsturm in unmittelbarer Nähe des Informationszentrums.
Die Siedlung entstand in der Spätlatènezeit um 120 v. Chr. auf der Vorderen Alb und gliedert sich in zwei funktional unterschiedliche Bereiche. Den Kernbereich bildet die damals offenbar dicht bebaute stadtähnliche Siedlung, die durch zusätzliche Wälle geschützt war. Der Außenbereich der Siedlung, der nur von einem Wall umgeben war, diente vermutlich vorwiegend landwirtschaftlichen Zwecken. Seine Blütezeit erlebte der Heidengraben zwischen 120 und 50 v. Chr. Zahlreiche Funde aus dieser Zeit belegen weitreichende Fernhandelsbeziehungen bis ans Mittelmeer.
Noch heute, über 2000 Jahre später, sind die Reste seiner gewaltigen Befestigungsanlagen gut im Gelände sichtbar und können über weite Strecken begangen werden.
Blickt man von oben auf die ehemalige Keltensiedlung, erkennt man die Besonderheit der Lage: Schroffe Felsformationen und steil abfallende Hänge grenzen das Gebiet vom Tal ab und auf nur wenigen Wegen erreicht man die idyllische Albhochfläche.
Der Ausflug an diesem hochsommerlichen Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Vesper in einem Biergarten.
Die Fotos geben Einblick eines fröhlichen Zusammenseins.