Am Donnerstag, 13. Juni 2024, besichtigten etliche Glaubensgeschwister aus dem Bezirk Reutlingen den Tübinger Bergfriedhof. Bezirksevangelist im Ruhestand Manfred Bayer führte durch die 15,5 Hektar große Anlage mit parkartigem Charakter – seit 1950 der Hauptfriedhof in Tübingen.
Beispielgebend ist dieser Bergfriedhof für besondere Arten der Beisetzung in Gemeinschafts-Grabstätten, die es seit dem Jahr 2004 gibt. 2014 wurde dieser Friedhof als drittschönster Friedhof in Deutschland ausgezeichnet.
Die große Trauerhalle ist mit 250 Sitzplätzen ausgestattet. Für einen kleineren Kreis bietet sich die Waldkapelle an. Neben Reihen- und Wahlgräbern gibt es derzeit acht Gemeinschafts-Grabstätten, die einen besonderen Charakter haben. So z.B. „Friedhof Schmetterlinge“ – für ungeborene Kinder; „Friedhof am Fluss“ – zeichnet sich durch die Anordnung eines Flussbettes aus; Grabstätte für kleine Kinder. Einen besonderen Bereich ist für die Grabstätten der Anatomie reserviert. Hier wird pro Jahr eine Grabstätte errichtet für alle Mitbürger, die ihren Körper nach dem Tod für medizinische Untersuchungen freigegeben haben. Außerdem steht ein Grabfeld für Angehörige muslimischen Glaubens zur Verfügung, die in Richtung Mekka bestattet werden wollen.
Schon in den 1940er-Jahren hat man Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, aus Platzmangel auf dem Galgenberg (dem heutigen Bergfriedhof) bestattet.
Bezirksevangelist i.R. Bayer ging mit uns über den gesamten Friedhof und zeigte uns in seiner immer sehr interessanten Art die verschiedenen Grabstätten. Drei Lieder wurden an unterschiedlichen Orten miteinander gesungen.
Dieser gemeinsame Ausflug war eine besondere Vorbereitung auf den Anfang Juli bevorstehenden Gottesdienst zum Gedächtnis für die Entschlafenen.